Jede Reise ist wie ein eigenständiges Wesen;


keine gleicht der anderen



Arches, Rocks & Desert 2010

13.05.2010 - 03.06.2010

Prolog

 

Eigentlich hätten wir (meine bessere Hälfte Willy und ich) diese Reise gar nicht erst antreten dürfen – die Vorzeichen standen nicht wirklich gut. Normalerweise bin ich nicht mehr zu halten, wenn ich grünes Licht für einen USA-Urlaub bekomme. Dieses Mal habe ich schon bei der Flugbuchung sehr lange gezögert – das ist schon mal ganz ungewöhnlich. Die Routenplanung liess auch ziemlich lange auf sich warten und das Auto buchten wir auch erst am letzten Tag, wo noch Frühbucherrabatt gilt. :thumbdown:

Ständig faselte ich so was wie: irgendwas wird schiefgehen – entweder stürzt die Maschine ab oder wír werden auf dem ersten amerikanischen Parkplatz überfallen..... :pflaster:

Irgendwann waren dann aber trotz aller unguten Gefühle doch alle Vorbereitungen abgeschlossen, Männes Urlaub vom Chef genehmigt und auch meine Mädels instruiert und eingeteilt. :thumbsup:

Dann kam der erste Hammer: Meine Stellvertreterin teilte mir mit, dass sie massive Probleme mit der Halswirbelsäule hätte und operiert werden müsse – und das möglichst umgehend. :help:

Was tun??? Urlaub canceln und das Geld für den Flug in den Sand setzen – och nööööö! :sveto: Zu guter Letzt war die Wartezeit auf einen OP-Termin aber doch gute 2 Monate, so dass wir – zwar mit sehr unguten Gefühlen – unseren Urlaub doch antreten konnten. Das hiess allerdings, so schnell wie möglich noch eine Aushilfe zu finden, möglichst eine, die sich in der Branche auskennt: Fehlanzeige.....in BaWü gibt es wohl zu wenig arbeitslose Fachkräfte. Ich suchte mit Hochdruck, organisierte kostenlose Schulungen für die mögliche „Neue“ - Fehlanzeige: „3 Tage von zu Hause weg – ach das möchte ich doch lieber nicht....“, „...mein Vater arbeitet bei der Post, ich denke, dass ich deshalb ganz gut für den Job geeignet bin...“so und ähnlich waren die Antworten....

Meinen beiden Mädels war schon angst und bange, das sie die 3 Wochen alleine arbeiten müssten (na ja, ich machs auch ganz alleine, wenn beide im Urlaub sind....) - und dann kam der Aschespucker. Obwohl ich wirklich gebetet hatte, dass der Vulkan uns nicht den Flug vermasselt, war ich irgendwann soweit, dass ich tatsächlich genau darauf hoffte. So hätten wir wenigstens das Geld für den Flug zurückerhalten. 14 Tage vor Urlaubsbeginn hatte ich dann das Glück und ich landete doch noch einen Treffer. Die Kandidatin war bis vor 4 Monaten in der selben Branche selbstständig und schien perfekt zu sein. Es waren zwar wohl gesundheitliche Probleme mit deren Mutter vorhanden, aber nach intensiven Gesprächen schien es dafür auch eine Lösung zu geben und ich brauchte mir wohl über einen Ausfall der Neuen keine Sorgen zu machen.

Ich checkte nochmal meinen Kassen-PC, damit ich mich wenigsten ein bisschen in Sicherheit wiegen konnte – aber diese Dinger führen ja oft ein Eigenleben. Der Check sah aber gut aus, normalerweise dürfte da nix schiefgehen, dann noch Kopierer und Fax mit neuen Patronen befüllt, alles bestellt, was ausgehen könnte etc. Ich hatte den Mädels wie jedes Jahr einen Ordner gerichtet, in dem für alle denkbaren Probleme Lösungen parat waren.

Grosses Aufatmen bei allen und nun konnte auch ich mich langsam auf den Urlaub freuen. Ein ungutes Gefühl aber blieb......

 

13.05.2010