5. Tag - Key West-Sanibel Island

"Narrow Margin..."

Nach einem wiederum leckeren Frühstück, das heute noch später als gestern serviert wurde, packten wir unsere Koffer und checkten aus. Schade, wie gerne wären wir noch hiergeblieben.

 

Wir fuhren nochmal die komplette Duval-Street entlang, bis wir auf den Overseas Highway abbiegen mussten.

 

Gegen Mittag machten wir in einem Fischrestaurant bei bestem Wetter eine Lunch-Pause.  Mit der Zeit verschwand die Sonne und plötzlich fegten ein paar heftige Windboen über die Terasse. Es fing urplötzlich an, wie aus Eimern zu schütten und durch den heftigen Wind waren alle Tische nass geworden. Jeder flüchtete mit seinem Essen in den Innenraum des Restaurants.

 

Wir warteten nach dem Essen noch ein Weilchen ab, bis es nicht mehr ganz so sehr schüttete und versuchten dann, einigermassen trocken zu unserem Auto zu gelangen. Das scheiterte alleine schon daran, dass der Parkplatz, denn wir vorher noch trocken vorfanden, mittlerweile gut 20 cm hoch mit Wasser gefüllt war. Was solls - da müssen wir jetzt durch. Die Schuhe werden auch wieder trocknen. Im Auto machten wir die Heizung auf höchste Stufe auf, damit Füsse und der Rest wieder trocknen würden. Dann machten wir uns auf, um die restliche Etappe zu bewältigen.

 

Normalerweise recherchiere ich unsere Strecken immer recht genau, aber bei der Etappe Key West-Sanibel hab ich irgendwas verbockt. Was - das weiss ich gar nicht so genau. Und wenn ich etwas mitgedacht hätte, wäre es mir auch aufgefallen. So wurden wir kurz vor Miami eiskalt davon überrascht, wie weit es noch nach Sanibel ist. Ich hab mich grün und blau geärgert, aber das änderte ja auch nichts an der Situation. Willy nahm das ganze gelassen und amüsierte sich, wie ich mich über mich ärgerte.

 

Die Strecke wurde dann aber noch zu einem richtigen Höllenritt, denn zwischendurch dachte man, die Welt geht unter, so stark regnete es.

 

Und es soll noch mal einer behaupten, die Amis könnten nicht autofahren. Der Verkehr floss, als wenn gar nichts wäre und wir kamen trotz dieser Wassermassen recht gut voran. Gegen 20.00 Uhr hatten wir unser Hotel auf Sanibel endlich erreicht. Für Spätanreisende waren die Schlüssel in einem Briefumschlag in einem Kasten hinterlegt, so dass wir keine Probleme hatten, in unser Zimmer zu gelangen.