7. August 2012

Cascade Lakes

Crescent - Bend

In der Woodsman Country Lodge gibt es kein Frühstück, aber wir sind ja vesorgt mit Toast, Cream-Cheese, Käse, Wurst und ein paar in Hotels gemopsten Marmelade-Portiönchen. Als Kaffeesorte gibt es „Seattles Best“ und der schmeckt auch superlecker. So gestärkt, checken wir aus, ich mache noch ein paar Fotos der Lodge und bin schwer beeindruckt, als ich den Besitzer sehe, wie er das Geländer, das um die Lodge führt, mit einem Lappen sauberwischt.

 

Wir wollen zum Newberry Crater NM, aber nicht auf der 97, sondern wir wollen über den Cascades Lakes Highway. Nicht wegen dem Highway, sondern wegen dem Devils Lake, der liegt ziemlich in der Mitte der Strecke. Würde ich im nachhinein nicht mehr so machen, aber ich habe ein Foto von dem See gesehen und wollte deshalb dort hin.

 

Auf dem Weg haben wir etliche Male angehalten, z. B. am Davis Lake – dort haben Feuer im Jahr 2003 ganz schön was angerichtet.

 

 

Beim nächsten Stop – der war eigentlich nur als Pipi-Pause gedacht, können wir mehrmals Libellen in eindeutiger Stellung beobachten.

 

 

Am Devils Lake angekommen, laufen wir am Campground vorbei zum See, hier ist die Farbe allerdings nicht so schön grün wie erhofft. Nach ein paar Fotos machen wir uns auf den Rückweg und können ein paar Meilen weiter an der Strasse noch einmal den See sehen, diesmal ist die Farbe deutlich grüner.

 

Dann erreichen wir das Newberry National Volcanic Monument. Der Newberry-Vulkan ist der flächenmässig grösste Schildervulkan der Cascades und mit 40 km Durchmesser einer der grösseren. Der höchste Punkt ist der Paulina Peak mit 2434 m über dem Meeresspiegel. Der Mittelpunkt des Vulkans wird von der Caldera mit einem Durchmesser von etwa 6,5 km gebildet. Dort liegen die beiden Seen – der Paulina- und der East Lake und der noch recht junge Lavafluss Big Obsidian Flow. Die Seen und den Lavafluss kann man wunderbar vom Paulina Peak aus sehen.

 

Wir können auch hier wieder unseren Nationalparkpass nutzen, am Kassenhäuschen steht auch bereits angeschrieben, zu welcher Uhrzeit man als nächstes auf den Lava Butte fahren kann. Es sind zu wenig Parkplätze dort oben und es dürfen immer nur 20 Fahrzeuge hoch. Wir haben Glück und können gleich den nächsten „Termin“ nutzen, dafür bekommen wir am Eingang einen Zettel mit aufgedruckter Uhrzeit, den man auf das Armaturenbrett legen muss.

 

Wir sehen uns in Ruhe im Visitorcenter um und bekommen von einem Ranger noch den Tipp, zu den Bellham Falls zu laufen. Er ist ziemlich gesprächig und erzählt uns, das er 12 Jahre in Deutschland gelebt und gearbeitet hat, was er dort alles schon gesehen hat und noch sehen möchte.

 

Die halbe Stunde ist dann auch ruckzuck vorbei, wir fahren los – es geht einmal um den kleinen Kegel herum und schon ist man oben.

 

Dort ist ein kleiner Aussichtsturm, an allen 4 Seiten sind Zeichnungen, welche Erhebungen jeweils zu sehen sind. Leider ist es ziemlich diesig, nur der Mt. Bachelor ist gut zu sehen, der Mt. Jefferson und Mt. Hood verschwinden im Dunst. Von hier aus kann man auch  den Smith Rock State Park erkennen.

 

Die halbe Stunde Aufenthalt ist schnell vorbei, wir haben nicht mal den kleinen Rundweg geschafft, schade....

 

Unten angekommen, fahren wir zu den Bellham Falls. Achtung – unbedingt mit Off einsprühen, das haben wir gottseidank gemacht, sonst hätten uns die Moskitos aufgefressen. War klasse zu sehen, wie sie uns als Ziel ausgesucht haben und kurz vorher wieder abgedreht sind. Wir müssen brutal nach dem Zeug gestunken haben...

 

Der Spaziergang dorthin war ganz ok, als absolutes Must-See würde ich es nicht bezeichnen, vielleicht hätten wir doch lieber die Lava-Cave ansehen sollen?

 

Anschliessend fahren wir zum Paulina Peak. Die Fahrt nach oben ist längst nicht so abenteuerlich, wie es in einigen Reiseberichten beschrieben wird. Oben sind wir fast alleine, nur noch ein weiteres Fahrzeug steht hier. Wir laufen zum Aussichtspunkt und schlagen uns dann noch ein wenig in die Büsche, um ein paar bessere Ausblicke zu erhaschen. Man hat immer wieder tolle Ausblicke auf die beiden Seen – Paulina und East Lake. Auch den Big Obsidian Flow kann man wunderbar von hier oben sehen.

Paulina Lake
Paulina Lake
East Lake
East Lake
Big Obsidian Flow
Big Obsidian Flow

 

Gegen 18.00 machen wir uns langsam auf Weg zurück, der Weg ist nur geschottert und man kann nur langsam fahren. Gegen 19.30 erreichen wir Bend, auf dem Weg zu unserem Hotel kommen wir an einem Outback vorbei, dort halten wir an und lassen uns das Abendessen schmecken. Auf dem Parkplatz hat man einen einigermassen schönen Blick auf die untergehende Sonne mit dem güldenen „M“ als Motiv im Vordergrund.

 

 

gefahrene Meilen: 218

Wetter: sonnig, warm aber etwas diesig

Hotel: Comfort Inn and Suites

Highlight des Tages: Lava Butte und Paulina Peak

Karte:

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