31. Juli 2011

Auf den Spuren von Walter Röhrl

 

 

Ganz ungewohnt wachten wir an unserem ersten Tag nicht mitten in der Nacht auf, sondern ganz zivil morgens um 5.00 Uhr. Nach einer erfrischenden Dusche und nachdem alles nötige wieder zusammengepackt war, frühstückten wir gegen 6.00 und machten uns dann auch bald auf den Weg zu unserem ersten Ziel. Wir wollten gleich zu Anfang ganz hoch hinaus. Wir waren gespannt, ob wir das unbeschadet schaffen würden.

 

Hier möchte ich übrigens gleich mal unser Gefährt vorstellen:

 

Zu Anfang verfuhren wir uns gleich ein wenig. Obwohl ich dank Thomas's Anleitung alle meine POIs schön sauber ins TomTom übertragen hatte, nützt das herzlich wenig, wenn man nicht mal in die Nähe eines solchen kommt. Also schauten wir uns ein wenig in Manitou Springs um (ein bezauberndes Städtchen übrigens)

 bevor wir uns wieder auf die 24 Richtung Westen aufmachten, um in Cascade auf den Pikes Peak Highway abzubiegen. Erst fuhr man wie durch den Schwarzwald, bevor man am North Pole vorbeikommt:

Das interessierte uns eher weniger, also gabs hier nur einen kurzen Fotostopp und weiter ging die Fahrt, der Baumgrenze entgegen.

Die Strecke wird wohl gerne fürs Höhentraining benutzt, uns sind jede Menge Fahrradfahrer und Läufer begegnet. Die Radler kamen uns schon wieder entgegen, die Läufer überholten wir.

Hier wird der PP-Highway kurz mal unpaved, was aber locker mit jedem PKW zu schaffen ist.

Anscheinend soll es nicht so ideal sein, wenn man direkt nach einem längeren Flug gleich nochmal Höhenluft schnuppern will. Bei Willy war alles ok, aber so ganz kurz vor dem Ziel merkte ich bei mir selbst, dass sich das Atmen etwas komisch anfühlte.

Auf dem Plateau schauten wir uns ausgiebig um. Wir hatten Glück und es kam fast zeitgleich mit uns die PP - Cog Railway an.

Allzu lange blieben wir aber tatsächlich nicht oben, denn so langsam merkten wir beide, dass die Luft doch etwas dünn hier oben ist. Da wir noch einige Ziele hatten, machten wir uns langsam auf die Fahrt nach unten.

Unterwegs merkten wir, dass wir einen blinden Passagier an Bord hatten:

Als wir fast unten waren, war am Bezahlhäuschen ein ganz schöner PKW-Stau. Gut, dass wir so früh hier waren. Unser nächstes Ziel war etwas ausserhalb von Colorado Springs – wir wollten nun nach Calhan zu den Paint Mines.

Hier meldete sich TomTom ganz zuverlässig, wir fuhren gleich durch bis zum hinteren, 3. Parkplatz und machten uns mit Wasser, Foto und Filmgerät bewaffnet, auf den Trail.

Es ist ein kleines, aber feines Gebiet, leider war es fast gegen Mittag, weswegen die Farben nicht ganz so schön sind wie am Nachmittag.

Die Calhan Paint Mines sind ein wunderbar farbenfrohes Gebiet und es war auch ziemlich warm, die kleine „Höhle“ war perfekt als Unterschlupf vor der Hitze

Nach einer ausgiebigen Knips- und Filmrunde machten wir uns nach insgesamt ca. 2 Stunden wieder auf den Rückweg nach Colorado Springs, wo wir beinahe noch im Schwarzwald landeten

Dort wollten wir als nächstes zur Airforce Academy. Vor einigen Jahren hatte ich einmal eine wunderbare Aufnahme gesehehen und bei unserer Planung fiel mir dies wieder ein. Dadurch sind wir zwar ein wenig Zick-Zack gefahren, aber morgens waren wir noch zu früh dran und daher machten wir diese Tour am frühen Nachmittag.

Die Kirche sieht von aussen schon sensationell aus:

aber von innen noch viel mehr:

Im Untergeschoss gabs noch eine zweite Kirche:

Anschliessend wollten wir noch kurz einen Besuch im Gardens of The Gods machen, da wusste ich, dass am Spätnachmittag zwar das Licht schöner, es aber auch voller sein sollte.

Belebt war es zwar, aber deutlich weniger als befürchtet. Leider hingen grad ein paar dickere Wolken über uns, weshalb wir die Garden-of-the-Gods-Road ein zweites Mal gefahren sind. Da war die Wolke wieder weg und es gelang mir noch die eine oder andere Aufnahme ohne Wolken-Schatten.

Balanced Rock (den gibt’s aber auch überall...):

So sehr "balanced" ist der auch gar nicht, angeblich soll er festbetoniert sein. Macht auch Sinn, wenn man sich das ganze mal genauer ansieht... ;)

Danach checkten wir im Best Western ein und waren auch von diesem begeistert. Echt ein schönes Hotel zum annehmbaren Preis. Wir assen dort im Restaurant zu abend und gingen dann gegen 22.00 Uhr schlafen, denn wir waren beide doch etwas geschafft.

Blick aus unserem Zimmer in den überdachten Innenhof des Hotels:

Was soll ich sagen – schon jetzt waren wir von Colorado total begeistert.

Wetter: sonnig, nur gegen abend etwas bewölkt, teilweise bis zu 35 Grad
mein persönliches Highlight: Pikes Peak Highway