Reisen können, ist eine der schwierigsten Künste.

 

Eigentlich müßte man es im Hauptberuf betreiben.

 



White Snow, Red Rocks and Blue Moon

Willy and Caro's White, Red and Blue-Tour 2013

Prolog

 

Wie immer fällt mir erst mal gar NIX ein, was ich als Einleitung schreiben soll.

 

Tja – womit fange ich an *grübel*. Vielleicht damit: Wie der eine oder andere ja vielleicht schon mitbekommen hat, stinkt es uns beiden ganz gewaltig, dass wir nur noch im Sommer in meine 2. Heimat können, dank der grosszügig von Willys Arbeitgeber verprassten Urlaubstage als Zwangsurlaub, auch genannt Betriebsferien, Brückentage etc.

 

Letztes Jahr wurden allerdings auch Freiwillige für Samstags gesucht. Nicht unbedingt das, was man gerne macht, aber mit der Aussicht, dass diese Samstage als Urlaubstage gesammelt werden dürfen, der dann auch noch nach Wunsch genommen werden kann, hat sich Willy 24 mal Samstags auf den Weg nach Stuttgart gemacht – und hatte somit extra Urlaubstage erarbeitet.

 

Im September gab es bei American Airlines Flugschnäppchen und zum ersten Mal buchte ich nicht nur einen, sondern gleich 2 Flüge, bevor mein Reisebericht des laufenden Jahres fertig geschrieben war. Einmal im Herbst nach Seattle und für Februar nach Las Vegas.

 

Wir wählten Las Vegas als Ziel, weil wir fanden, dass wir da am flexibelsten sind, was unsere Tourpläne angeht. Und da lag es mehr als nahe, dass Willy sein mittlerweile 10 Jahre altes Geschenk – Heliskiing in Nordamerika – endlich einlöst. Ausserdem hatten wir keine Lust auf eine Feier zum  60. Geburtstag und fanden, das Geld wäre besser in den USA angelegt.

 

Damit war die Idee geboren, den „greatest snow on earth“ in Utah zu testen.

 

Dann begann die Suche nach einer Unterkunft in Park City. Dummerweise hatte ich nicht bedacht, dass wir einen Feiertag erwischt hatten und staunten nicht schlecht über die Motelpreise. Da wir keine Lust hatten, jeden Tag von Salt Lake City  nach Park City zu fahren, mussten wir wohl oder übel in den sauren Apfel beissen.

 

Allerdings war keiner von uns bereit, 180 Dollar für ein vom Skigebiet und vom Ort weit (10 Meilen) entferntes Best Western zu bezahlen.

 

Auch nicht 250 Dollar und mehr für teilweise alte, abgewohnte Motels in City-Nähe und schon gar keine 350 für Luxusschuppen.

 

Bei meiner Suche stiess ich auf eine Seite, die Appartments und Condos von Privatleuten vermittelt.

 

Ich kontaktierte einige Besitzer, und wurde auch recht bald fündig. Das Condo war zwar klein, aber mit allem ausgestattet, was das Herz begehrt: Hot Tub, jetted bath, Waschmaschine, Trockner, Herd, Mikro, Spülmaschine, grosser TV, Balkon – und das beste von allem: keine 20 Meter von der Haustür bis zur Skibushaltestelle.

 

Das war unseres. Ich telefonierte zweimal mit der Besitzerin und machte die Details fest. Für 100 Dollar pro Nacht würde das die ersten 10 Tage unsere Unterkunft werden.

 

Danach gings an die Feinplanung: Was wollen wir sehen, wohin wollen/können wir um diese Jahreszeit, denn die restlichen Tage wollten wir irgenwo in Utah, Arizona oder California verbringen – wo, das war uns relativ schnurz.

 

Wir wollten möglichst flexibel bleiben, da wir mit allem rechneten: Schnee, Regen, Sonne, warm, kalt....und so hatten wir mehrere Ecken zur Auswahl.

 

Zum Schluss wollten wir noch für ein oder zwei Tage in Vegas bleiben und das machen, was alle dort machen: Zocken, Trinken, Essen, Chillen.

 

 

 

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