10. Februar 2013

Express-connection to Vegas


Anreise: Frankfurt - Las Vegas

Da unser Flug am Vormittag startet und ich wie immer furchtbar nervös wegen der Fahrt bin, beschliessen wir kurzfristig, bereits am Samstag abend nach Frankfurt zu fahren.

Im NH Niederrad können wir für günstige 49 Euro übernachten und so muss unsere Tochter am Sonntag morgen nicht schon um 5 Uhr früh
:EEK: aufstehen – das ist ihr nicht unrecht....

Gegen 16.30 starten wir in aller Ruhe auf die A6 Richtung Frankfurt, nicht ohne dieses Mal im Loop-Einkaufszentrum anzuhalten und bei "Bescht Worschd in Town" eine scharfe Currywurst zu essen. Der Besuch ist für uns (fast) immer Pflicht, wenn wir dran vorbeifahren und das Abendessen ist damit auch erledigt.

Leider können wir bei AA keinen Vorabend-Check in machen, deswegen muss der ganze Gepäckberg mit ins Hotel. Wir können unsere Skier und die Koffer aber in einem abgeschlossenen Raum lagern und müssen nicht alles aufs Zimmer schleppen. Das Hotel hat uns super gefallen und können es guten Gewissens weiter empfehlen:

Vom Zimmer aus haben wir einen ganz netten Blick auf die skyline von Mainhattan:

Wir trinken noch ein Urlaubsbierchen und gehen relativ früh schlafen. Um 7.30 haben wir unseren Shuttle zum Flughafen, auf ein Hotelfrühstück verzichten wir, denn 20 Euro pro Kopf ist doch etwas heftig und ich würde eh nix runterbekommen.

Der Bus ist voll und wir beide sitzen ganz hinten, daher bekommen wir gar nicht mit, wo uns der Fahrer rauslässt. Da ja alle wegfliegen, gehen wir davon aus, dass wir an T2 gehalten haben, denn es steigen auch alle aus.

Erst als der Fahrer weg ist, wird uns allen klar, er hat uns an T1 abgeladen
:pipa: . Für uns ist das richtig ärgerlich, denn wir hatten ja vorab geklärt, dass wir an T2 rausmüssen. Die anderen meckern auch ganz ordentlich, denn so war das nicht geplant.

Nun dürfen wir den ganzen Berg Gepäck erstmal 2 Stockwerke nach oben bringen und dann mit der Bahn ins T2 fahren, dann darf der ganze Krempel wieder nach unten und schon ist ne halbe Stunde rum, bis wir überhaupt mal am Schalter sind.

Der Check in verläuft aber absolut problemlos, allerdings müssen wir lange warten, denn vor dem Schalter steht ein Interviewer, der trascht mit jedem Fluggast ewig lange während der Typ am Schalter mit den Fingern trommelt, bis wieder mal jemand nach vorne treten darf.

Wir kürzen das ganze ein wenig ab, indem ich erkläre, dass ich nicht zum ersten Mal fliege und wir ziemlich hungrig sind, weil wir noch nicht gefrühstückt haben. Das hab ich mich aber auch nur getraut, weil der Typ total locker drauf war. Das versteht der junge Mann und ruckzuck sind wir durch. Und wieder mal werde ich für mein hervorragendes Deutsch gelobt
;haha_

Dann gibt’s erst mal was zwischen die Zähne und einen Kaffee, dann machen wir uns auf den Weg zur Security. Die Kontrollen empfinde ich als recht lax und so geht auch das ziemlich schnell.

Das Boarding geht zügig voran, und unser Gepäck findet noch locker über unseren Sitzen seinen Platz. Nach dem Start erklärt uns der Kapitän, dass der Flug erst mit Verspätung in Dallas ankommen wird, da der Sturm an der Ostküste umflogen werden muss. Na, hoffentlich reicht uns dann die Zeit zum umsteigen, die ist ja eh nicht so üppig bemessen....

Diesmal gibts kein Bild von den verschneiten Rockies, sondern von irgendwo über Deutschland, keine Ahnung, wo wir grade drüberfliegen.

Leider gibt’s an Bord kein Campari-Orange, deshalb gibt’s für mich nur ein Diet-Coke, Willy trinkt ein Bierchen.

Das Essen ist ganz ok, wie üblich entscheidet sich Willy für Chicken und ich für Pasta. Mit Lesen und Musikhören bringen wir den Flug irgendwie hinter uns, denn Inseat-Entertainment gibt es wieder mal keines. Ausnahmsweise mache ich tatsächlich mal FFs (Futter-Fotos)

Der Flug ist sehr ruppig, die meiste Zeit müssen wir angeschnallt bleiben und ein paar Mal wird der Vogel ziemlich unruhig, der Kapitän hat aber alles im Griff.

Dann kommt Dallas in Sichtweite, wo wir mit einer Stunde Verspätung landen. Wir fragen uns, wie um alles in der Welt sollen wir Immigration, Gepäck abholen und wieder aufgeben und vermutlich einmal den Flughafen umrunden in 50 min. schaffen???

Als wir aus dem Flieger kommen, werden wir aber schon erwartet und bekommen „express-connection-Tickets“ ausgehändigt, damit werden wir sowohl an der Immigration (ca. 3 min.) als auch bei der security schnellstens durchgeschleust.

Das Gepäck dauert natürlich, auch auf die Skier müssen wir warten, denn die kommen am separaten Sperrgepäckband an, aber wir sind tatsächlich genau pünktlich zum boarden auf der anderen Seite dieses Riesenflughafens. Allerdings sind wir ziemlich durchgeschwitzt, denn wir müssen uns trotz aller express-connections ganz schön beeilen.

Der Flug nach Vegas zieht sich dann nochmal ganz schön, meine Hoffnung, irgendetwas bekanntes wie den Grand Canyon oder so zu sehen, zerschlägt sich, denn es ist leider recht bald dunkel. Dafür gibt’s nen netten Sonnenuntergang und ein paar tolle Wolkenformationen zu sehen.

In Vegas geht natürlich alles viel fixer, wir können, nachdem wir unser Gepäck aufgegabelt haben (und auch tatsächlich alles angekommen ist) direkt zum Shuttle laufen. In Nullkommanix sind wir im Rental-Car-Building angekommen und können direkt mit dem Fahrstuhl zum Parkplatz von National fahren.

Ich habe mir eine Mitgliedschaft im Emerald Club gesichert, damit muss man nicht am Schalter anstehen und nun hoffen wir auf ein nettes Autochen. Leider gibt’s nur Limousinen, sowohl in der Emerald-Aisle als auch in der normalen Choiceline. Daß uns National-Cars noch ein dickes Ei ins Nest legt, wissen wir zu diesem Zeitpunkt gottseidank noch nicht.

Wir sehen uns bei Alamo um und entdecken ein paar SUVs, aber fast alle ohne 4WD, das wollen wir aber unbedingt, da wir ja nicht wissen, ob die Strassen die nächsten 10 Tage gut befahrbar sind und wo wir uns dann anschliessend noch so herumtreiben
;)

Wir sind schon fast dabei, einen Ford Escape zu nehmen, als uns ein Equinox auffällt. Der hat AWD, das sollte reichen und Platz hat er jede Menge. Mit etwas über 12.000 Meilen und recht guten Reifen, wenn auch, wie üblich, nur normale Strassenreifen, macht er einen guten Eindruck und so wird er in Beschlag genommen.

Wir steuern als erstes unser Hotel für die nächsten paar Stunden an, stellen unsere Trolleys mit dem nötigen Zeugs für eine Nacht im Zimmer ab, nutzen kurz die Keramikabteilung und machen uns dann sofort auf den Weg zum nächsten Walmart. Diesmal brauchen wir nicht ganz so viel einkaufen wie sonst, denn Kühlbox, Wandernahrung etc. brauchen wir nicht, wir kaufen nur ein paar Lebensmittel ein wie etwas Wurst, Käse, Butter, Eier, Bacon und Jimmy Dean sausage und Seattles-Best-Coffee fürs Frühstück, dazu noch (nicht fürs Frühstück 
:P ein 6-pack Michelob Amber (leeeeecker), zwei Flaschen White Zin und eine Grosspackung Wasser, O-Saft, Milch und Teebeutel. Damit sind wir für die ersten paar Tage versorgt.

Dann geht’s zurück zum Motel, der geplante kurze Stripbesuch fällt flach, denn wir sind eigentlich nur noch hungrig und todmüde. Beim Motel gibt es einen Dennys, wir lassen uns jeder einen Burger und ein Bier von der Bar des Motelcasinos schmecken und fallen eine halbe Stunde später müde ins Bett.
:schlaf:

Gefahrene Meilen: keine Ahnung, habs nicht notiert
:schaem:

Übernachtung: NH Niederrad und Wild Wild West Las Vegas

 

 

 


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