27. Februar 2013

Special guest

Las Vegas



Heute schlafen wir erstmals bis um halb neun, aber wir sind ja schliesslich in Vegas....

Nachdem wir geduscht und ausgehfertig sind, treffen wir uns zum am Eingang des Büffets. Dort wird erstmal ausgiebigst gefrühstückt und wir machen Pläne, wie wir den Tag gestalten. Da mein Vater ja nicht besonders gut zu Fuss ist, bleibt uns nicht viel Auswahl, weswegen wir uns darauf einigen, mit dem Auto zum Hoover-Dam zu fahren und die neue Brücke in Augenschein zu nehmen.


Kurz vor der Brücke sehe ich links einen Trading Post, bei dem mir einfällt, dass ich noch immer keinen Kokopelli-Anhänger habe. Wir beschliessen, auf dem Rückweg einen kurzen Stop zu machen und unser Glück zu versuchen.

Mein Vater bleibt im Auto, Willy und ich laufen schnell die Treppen hoch, eigentlich habe ich nun erwartet, die Brücke zu sehen, aber wir befinden uns direkt darauf. Neben den Fahrspuren gibt es einen Weg für Fussgänger. Ich will ein paar Fotos machen – aber: ihr ahnt es sicher schon: der Kameraakku ist mal wieder leer. Ich hab einen Ersatz im Auto, aber nicht die geringste Lust, den zu holen
;,cOOlMan;: Ausserdem wollen wir meinen Vater nicht so lange warten lassen.

Wir machen uns wieder auf den Weg zurück nach Vegas und halten am Trading Post. Und was soll ich Euch sagen: ich hab meinen Kokopelli-Anhänger gefunden . Eigentlich wollte ich einen nur aus Silber, aber als ich den mit Steinen verzierten gesehen habe, wusste ich sofort: das ist er ;;PiPpIla;; .

Leider ist er nicht ganz billig, aber das ist mir total egal – ich habe endlich einen tollen Anhänger gefunden und immerhin habe ich mehr als zwei Jahre immer wieder Kleinbeträge dafür gespart.  Meine bessere Hälfte mault ein wenig herum, weil ich nicht ein wenig gefeilscht hatte, aber ich bin mir gar nicht so sicher, ob man das bei den Natives überhaupt tun sollte – manche Dinge sind ja einfach ein no-go. Immerhin sind wir ja nicht auf einem türkischen Basar... Mir ist's wurscht und mein Angegrauter gibt irgendwann auch Ruhe...

Den Nachmittag verbringen wir beim people-watching, quatschen und Blue Moon trinken draussen an der Margaritaville-Bar, bis es Zeit wird, Abendessen zu gehen.

Diesmal sind wir nur zu dritt, wir wollen zu dem Mexikaner, bei dem auch Beate 2010 war und der recht gut sein soll. Beim googeln nach der Adresse des cozymels muss ich aber leider lesen, dass es den gar nicht mehr gibt.

Wir entscheiden uns daher einfach für den Mexikaner im Hotel, der ist zwar nicht schlecht, aber vom Hocker haut's einen auch nicht.

Gegen 21.30 machen wir uns auf den Weg ins Venetian, dort treffen wir uns noch mal mit meiner Schwester. Vorher ging es bei ihr nicht, denn sie hat Abschluss-Essen und kann vorher nicht weg.

Ihre Firma hat die Bourbon-Bar samt Entertainer angemietet und als wir ankommen, werden wir schon erwartet. Meine Schwester hat schon bekannt gemacht, dass „special guests“ kommen und Willy als Jodler aus Germany angekündigt. Der Typ, der durch den Abend führt, erwartet ihn auch bereits und sagt ihm, dass er nachher auf die Bühne kommen soll. Die Gaudi macht Willy natürlich mit

Ich hab versucht, das ganz mit der Handykamera zu filmen, das ist ne etwas wacklige Angelegenheit – aber seht und hört selbst.

Nach diesem „grandiosen“ Auftritt muss Willy noch ein paar „Privatjodler“ zum besten geben, es gibt etliche, die ihn nochmals mit ihrem iphone aufnehmen wollen. Wir haben eine Mordsgaudi und dann gibt es einfach nur noch Paaaaartyyyyyyy.

Der Rest ist schnell erzählt – wir kommen natürlich recht früh am nächsten Morgen ins Bett
;) und schlafen entsprechend lange. Mein Vater hat übrigens die ganze Zeit durchgehalten – Respekt.

Den nächsten Tag verbringen wir ganz relaxt, wir sind recht spät am Frühstücksbuffet, welches auch bereits nach 10 Minuten zum Lunch-Buffet umdekoriert wird. Perfekt, dann können wir jetzt brunchen.

Fotos gibt's leider keine mehr.... So geht auch dieser Tag vorbei und wir gehen abends nochmal ins Outback – eine bloomin onion muss noch mal her. Wer weiss, wann wir das nächste Outback von innen sehen....

Anschliessend gehen wir wieder ins Casino. Da mir der Einsatz fürs Black Jack zu hoch ist, ich Roulette nicht wirklich kapiere und von Videopokern erst nach dem Urlaub so richtig was mitbekommen habe, suchen wir uns wieder einen Penny-Slot aus. Ich konnte bisher aus 20 Dollar 40 machen, die hab ich am Tag darauf wieder verspielt. Heute will ich's nochmal wissen und laufe lange herum, bis ich mich für einen Automaten entscheide. Der gefällt mir super und anscheinend war das die richtige Wahl. Aus meinen 20 Dollar werden 120 und ein paar zerquetschte, alles was über 100 ist, wird nochmal gesetzt, die 100 lasse ich mir auszahlen. Vom Voucher hab ich leider kein Foto, ich hab weder Handy noch Fotoapparat mit.

Am nächsten Morgen frühstücken wir noch einmal gemeinsam, dann wird es für meinen Vater Zeit, sein Gepäck zu holen.

Wir bringen ihn zum Flughafen und verabschieden uns ganz schnell, einen tränenreichen Abschied wollen wir alle nicht.

Wieder zurück sitzen wir uns noch für 3 Stunden in die Sonne, diesmal aber mit Diet-Coke, denn Willy muss ja noch mal fahren und ich zeige mich solidarisch.

Gegen 15.30 machen wir uns dann auch auf den Weg zum Flughafen, ich möchte gerne so früh wie möglich dort sein, denn wer weiss, ob die Briten unser Skigepäck einfach so akzeptieren. Ausserdem habe ich keine Bordkarten und eingecheckt sind wir auch nicht, das ging online mal wieder nicht.

Wie erwartet, will die BB (BA-Brünette
;) ), dass wir pro Gepäckstück zahlen. Das heisst – jeweils 60 Dollar für je zwei Skischuhtaschen und je zwei Skier. Damit bin ich nun gar nicht einverstanden, denn wir hatten ja gar keine andere Möglichkeit, als alles getrennt wie auf der Hinreise zu verpacken. Erstmal besteht sie auf ihre Gepäckregeln, ich mache ihr aber klar, dass ich auf keinen Fall bereit bin 240 Dollar zu bezahlen, da ich den Flug bei AA und nicht bei BA gebucht habe. Sie will irgenwie nicht so richtig und eigentlich hat sie auch recht, aber ich frage trotzdem nach ihrem Vorgesetzten.

Der hört sich meine Argumente an, klickt ein paar Mal am Computer herum, dann sagt er – ok, die Skistiefel ignorieren wir....
;) Man muss nur freundlich fragen und hartnäckig bleiben. Wir zahlen – wie beim Hinflug – zusammen 120 Dollar für die Skier und hoffen, dass auch die Stiefel den Weg nach Deutschland finden.

Wir gehen auch gleich durch die security und suchen unser Abfluggate – dort warten wir in aller Ruhe aufs boarding. Willy liest und ich surfe ein wenig im Interntet, so vergeht die Zeit recht fix.

Wir sitzen in Reihe 23, das ist direkt hinter der Business-Class, perfekt, so sind wir in London schnell aus dem Flieger draussen.

Wir versuchen wieder unsere übliche Taktik mit einem Fläschchen Rotwein zum Abendessen und es funktioniert wie immer – wir schlafen kurz darauf ein und wachen morgens um 5 (Vegas-Zeit) wieder auf.

Logischerweise hat auch diese Maschine etwas Verspätung, so dass uns in London wieder nur eine Stunde bleibt. Allerdings ist es dort sehr leer und wir müssen tatsächlich einmal nicht ewig lange warten. Allerdings kommen wir dieses Mal nicht wie gewohnt in T5 an, sondern müssen erst noch den Zug nutzen. Wir brauchen zwar nicht zu hetzen, aber wir müssen schauen, dass wir nicht rumtrödeln. Wir kommen wieder rechtzeitig zum boarding an unserem Gate an und können auch gleich einsteigen. Hier haben wir Reihe 11 bekommen, so geht es auch in Frankfurt recht schnell.

Am Zoll ist mal wieder keiner, aber uns ist es wurscht, wir haben eh kaum was eingekauft. Unsere Tochter samt Freund erwarten uns schon, wir verstauen unsere Koffer und Taschen (die alle mit uns angekommen sind), und um 20.30 deutscher Zeit sind wir wohlbehalten wieder zu Hause.

 

 

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