18.05.2008 - Flug von Frankfurt nach Los Angeles


Endlich – nach 10 harten Jahren USA-Abstinenz wird es endlich wahr – unser erster Trip an die Westküste findet statt.  Endlich müssen wir – Reinhold – seit 24 Jahren meine bessere Hälfte -  aber  meist Willy genannt und ich, Caro,   uns nicht mehr nur die Bilder über meinem Schreibtisch ansehen, wir werden vieles live sehen.



Mit Hilfe des Forums und gutem Material, mit einer tollen Auswahl an Musik – da ja nicht überall Sender verfügbar sind –  und einem Glücksdollar nebst Easy Going Gums und Trostschokolade von unserer Tochter Kathrin starten wir unsere Reise am 18.05.08.


Unser Taxifahrer Gogge holte uns überpünktlich um 9.30 vor unserer Haustüre ab. Wir sind – wie immer – einige Zeit zu früh dran. Da wir aber zum ersten Mal nach 9/11 in die USA fliegen und wir das neue Prozedere nur vom Hörensagen kennen, ist das wohl auch gut so. Nach einer staufreien Fahrt über die A6 Richtung Frankfurt waren wir um 11.00 bereits am Eingang von Terminal 2.  Es ging alles ganz schnell und reibungslos über die Bühne. Selbst unsere per Internet reservierten Sitzplätze haben wir bekommen. Unsere Tickets hatte ich bei  cheaptickets gebucht, da diese den absolut besten Preis hatten und bis zum Schluss war ich mir nicht wirklich sicher, ob das alles auch funktioniert – aber:  kein Problem – alles lief super. Voller Vorfreude machten wird den obligatorischen Erkundungsgang durch den Flughafen, gönnten uns einen Imbiss und etwas zu trinken und gingen dann meiner Lieblingsbeschäftigung nach: Flugzeuge gucken. Jedem Flieger, den ich am Himmel sehe, schaue ich sehnsuchtsvoll nach, heute darf ich endlich wieder selbst einsteigen. Bevor wir auf die Aussichtsterasse dürfen, müssen wir die erste Kontrolle über uns ergehen lassen. Ganz wie vor dem Einstieg in den Flieger müssen wir Handgepäck durchleuchten lassen, Schuhe ausziehen etc.. Dann verbringen wir locker 1 Stunde draussen, sehen den ankommenden und abfliegenden Fliegern zu und werden immer aufgeregter. Dann war es auch soweit: Zeit für die Passkontrolle. Schnell fanden wir unser Gate – es war das vorletzte in diesem Gang. Das Boarding ging schnell über die Bühne und schon saßen wir auf unseren Plätzen. Statt einer 3-4-3- Bestuhlung hatte die Maschine 2-5-2 und wir hatten daher Gang- und Fensterplatz für uns alleine. War uns auch recht.

Mittlerweile 15.45 mit 20-minütiger Verspätung hieß es: Fasten your seatbelts and stop smoking – wie wenn man noch rauchen dürfte……und dem Song „America“ von Razorlight in den Ohren ging unser Vogel auf die Reise Richtung Westen. Den Beginn unseres Fluges begossen wir mit jeweils einem Glas Rot- und Weißwein. Zum Essen hieß es „Pasta or Chicken“, es war aber nur noch Pasta übrig….egal, es schmeckte ganz lecker.

Trotz Inseat-Entertainment hatte ich nur Augen für den Monitor, der uns die Flugdaten anzeigte und so wusste ich immer ganz genau, wo wir uns gerade befanden. 

Der Flug selbst war ziemlich unruhig, meistens leuchtete das „Seatbelt“-Zeichen auf, dafür hatte aber der Wettergott ein Einsehen und liess uns einen Blick auf Grönland

Blick aus dem Flieger auf Grönland
Blick aus dem Flieger auf Grönland

sowie später auf die Rockies

das Gebiet um den Lake Powell

und sogar auf den Horseshoe-Bend geniessen. Den konnte ich aber nur kurz sehen, weil eine Wolke mir die Sicht versperrte - deswegen gibt es davon leider kein Foto.

Das hier konnte ich auch noch fotografieren - ist das der Grand Canyon? - ich bin mir nicht ganz sicher:

Dann gute 10 min. Anflug auf LA – oh yeah, bald ist es soweit.  Um 18.05 landeten wir mehr als pünktlich. Imigration, Fingerabdrücke, Foto – das ging im Eiltempo vonstatten, obwohl die Maschine ausgebucht war. Es waren aber fast alles Amerikaner und nur ganz wenige Touristen.  Der Officer fragte uns süffisant: Carola, are your here for holidays??? No Sir, for vacation – erneutes Grinsen – Test bestanden. Er wünschte uns beiden dann noch alles Gute – süss, wie er Reinhold aussprach - und viel Spass.

Um 18.30 standen wir bereits bei Alamo am Schalter. Vom Forum vorgewarnt, lehnten wir alle Upgrades und Roadside Plans und was auch immer ab, was dem Angestellten so gar nicht passte. Als ich ihm noch ein deutsches  Formular hinlegte,  sagte er ganz patzig: I don´t have to read this paper. Als ich ihm erklärte, dass ich den Vertrag aber auch gerne in deutscher Sprache hätte, wurde er ziemlich stinkig und wollte erst mal nicht. Nachdem ich aber darauf bestanden hatte, ging es auf einmal und dann hatten wir auch ganz fix unsere Papiere fertig. Mit einem freundlichen Goodbye und have a nice day verabschiedeten wir uns von dem grimmigen Alamo-Mitarbeiter, der uns aber keines Blickes mehr würdigte. Danke Forum, das hat ja prima geklappt.

In der uns zugewiesenen Midsize-SUV Line standen ein RAV4 und ein Saturn Vue. Vom Toyota hatten wir schon positives gelesen, den Saturn kannten wir  noch nicht, aber nach dem ersten Check – Optik, Reifen, km-Stand, Kofferraum – gewann der RAV4 eindeutig. Dies war auch schon zuhause unser Favorit. Er war in silber und als alte Motorsportfans hatte er auch gleich seinen Namen weg: „Silberpfeil“ Um 20.00 fuhren wir vor den Eingang unseres Motels – dem Orchid Suites direkt hinter dem Walk of Fame.

Nachdem wir uns kurz frischgemacht  und unsere Koffer deponiert hatten, machten wir uns auf eine kurze Erkundungstour auf. Wir sahen uns kurz das Grauman's Chinese Theatre an

und liefen den WOF ein kurzes Stück runter und dann die andere Richtung wieder hoch, als wir dauernd so was hörten wie: HaddaHaddaHadda, Wanna Hadda – erstmal verstanden wir nur Bahnhof, aber dann half uns der Geruchssinn: Hot Dogs wurden da lautstark angepriesen  – und kurz darauf waren wir beide auch im Besitz eines „Haddas“…. Der war so lecker – wir hätten glatt noch einen essen können. HaddaHaddaHadda, Wanna Hadda wurde zu einem Running-Gag für die nächsten Tage. Um 22.00 gingen wir dann ins Zimmer zum schlafen, denn mittlerweile waren wir doch 24 Stunden wach und entsprechend groggy.



19.05.2008