Trinkgeld - wie funktioniert das

Trinkgeld in den USA (Tipping): Die Grundregeln
Das Trinkgeld (Tip oder Gratuity) ist in den USA kein freiwilliger Bonus für besonders guten Service, sondern ein fester Bestandteil des Einkommens im Dienstleistungssektor. Viele Kellnerinnen und Kellner erhalten nur einen sehr geringen gesetzlichen Mindestlohn und leben fast ausschließlich von ihren Trinkgeldern. Daher ist das Geben von Trinkgeld ein absolutes Muss, sofern der Service nicht katastrophal war. 
Restaurants mit Tischbedienung
In normalen Restaurants mit Bedienung am Tisch sind aktuell 18 % bis 20 % des Rechnungsbetrages (vor Steuern) der Standard für guten Service. Bei hervorragendem Service sind auch 22 % oder mehr üblich. Weniger als 15 % gelten als unhöflich und signalisieren, dass Sie unzufrieden waren. [1, 2]
Achtung bei großen Gruppen: Ab oft sechs oder acht Personen fügen viele Restaurants das Trinkgeld automatisch als "Service Charge" oder "Large Party Gratuity" der Rechnung hinzu. Prüfen Sie den Beleg daher genau, damit Sie nicht versehentlich doppelt zahlen. [1]
Bars, Taxis und Hotels
An der Bar ist ein Dollar pro Getränk (Bier oder einfacher Longdrink) oder 15 % bis 20 % der Gesamtrechnung üblich. Taxifahrer und Uber-Fahrer erwarten ebenfalls etwa 15 % bis 20 %. Im Hotel freut sich das Reinigungspersonal über 2 bis 5 Dollar pro Nacht (am besten täglich auf dem Nachttisch hinterlassen), und der Gepäckträger erhält etwa 1 bis 2 Dollar pro Koffer. [1, 2]
Der digitale "Druck" an der Kasse
Lassen Sie sich bei Fast-Food-Ketten, Bäckereien oder Kaffeebars zum Mitnehmen nicht verunsichern. Dort drehen die Mitarbeiter beim Bezahlen oft den Bildschirm zu Ihnen, auf dem standardmäßig hohe Trinkgeld-Prozente vorgeschlagen werden. Bei reinem Mitnehm-Service (Take-out) ist Trinkgeld weiterhin völlig freiwillig. Sie können dort guten Gewissens auf "No Tip" oder "Custom" (0 Dollar) klicken, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.