Wer den Rattlesnake Canyon besuchen möchte, sollte unbedingt ein Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit nutzen. Mit einem normalen Mietwagen ist die Strecke nur bedingt geeignet – hier sollte man wirklich wissen, was man tut.
Bei Regen, angekündigtem Regen oder kurz nach Niederschlägen ist von der Fahrt dringend abzuraten. Der lehmige Untergrund verwandelt sich innerhalb kürzester Zeit in eine extrem rutschige Piste – fast so, als würde man auf Glatteis fahren. Daher sollte man sich bei allen Fahrten auf unbefestigten Strassen vorher unbedingt im nächstgelegenen Visitor-Center über deren Zustand erkundigen.
Es führen zwei Routen zum Parkplatz des Rattlesnake Canyon:
Mitte April bis Mitte August: Upper Black Ridge Road
Mitte August bis Mitte Februar: Lower Black Ridge Road
Beide Zufahrten erreicht man über das Colorado National Monument. Die jeweilige, nicht geöffnete Strecke ist durch eine Schranke gesperrt, sodass man nicht versehentlich falsch fährt.
Wie kommt man hin?
Innerhalb des Colorado National Monument folgt man dem Rim Drive und biegt bei den Koordinaten 39°03'18.9"N 108°44'29.4"W auf die N 16 1/2 Road ab. Nach kurzer Zeit endet der Asphalt, und die Strecke geht in eine Schotterpiste über. Nach etwa 0,2 Meilen folgt rechts die Abzweigung auf die Black Ridge Road.
Nach rund 1,5 Meilen teilt sich die Route in die bereits erwähnte Upper bzw. Lower Black Ridge Road. Da wir Ende September unterwegs waren, fuhren wir über die Lower Black Ridge Road weiter. Beide Strecken treffen nach etwa 6 bzw. 7 Meilen wieder aufeinander.
Ab diesem Punkt wird die Piste anspruchsvoller. Wer sich unsicher fühlt, sollte hier parken und den restlichen Weg zu Fuß zurücklegen. Wer weiterfährt, braucht Fahrpraxis im Gelände und sollte sich sicher sein, auch die felsigen Stufen bei der Rückfahrt wieder hinaufzukommen. Entscheidet man sich ab hier für die Wanderung, verlängert sich der Hike um etwa zwei Meilen.
Bitte beachtet beim Befahren von unbefestigten Strassen unbedingt die Mietbedingungen eures Mietwagenanbieters. Im schlimmsten Fall riskiert man den Verlust des Versicherungsschutzes. Ansonsten - es macht unheimlich Spass auf diesen Strassen. Umsichtige Vorgehensweise vorausgesetzt.
Zu Beginn ist der Belag der Strecke noch für jedes Mietfahrzeug machbar:
Im weiteren Verlauf wird sie dann, wie oben schon beschrieben, ruppiger und gegen Ende ist die Gefahr, dass man mit einem Fahrzeug ohne genügend High Clearance hängenbleibt, recht gross. Die meisten Mietwagen sind SUVs mit sehr wenig Bodenfreiheit. Eine Limousine ist für die Strecke gar nicht geeignet.
Auf Fotos sieht eine etwas anspruchsvollere Strecke übrigen nie so "spektakulär" aus, als sie in Wirklichkeit ist. Meist denkt man "ist doch gar nicht so schlimm". Das geht uns oft auch so, wenn wir anschliessend die Fotos betrachten. Lasst euch davon nicht täuschen.
Das sind Fotos vom letzten Stück der Strecke, ab hier braucht es eine vernünftige High Clearance. Ansonsten risikiert man eine Beschädigung am Fahrzeug, das will in der Pampa ohne Handynetz keiner.
Nun genug von der Strecke - hier nun noch unsere Eindrücke entlang der Arches:
Wer es sich zutraut, kann am letzten Arch hochklettern und oben am Rim den Weg zurück zum Parkplatz nehmen. Damit spart man sich etwas mehr als 1,5 Meilen Wanderstrecke. Mein Mann hat es sich nehmen lassen und sich den kleinen Adrenalinschub gegönnt. Er ist dann aber wieder nach unten zu uns geklettert, um gemeinsam mit uns zurück zu wandern. Das wieder nach unten klettern ist nicht unbedingt empfehlenswert. Ein Fehltritt kann hier dramatische Folgen haben.