Wolkenbrüche und versteckte Entdeckungen – Fotoguide-Pech und Regenflucht in Kanab

Der Südwesten zeigte uns an diesem Morgen, dass er nicht nur Postkartenwetter im Repertoire hat. Nach einer  Nacht in der  Parry Lodge machten wir uns auf den Weg zur Paria Movie Road. Die unbefestigte Piste führt  hinein in die spektakulären, bunt geschichteten Klippen des Paria River Valley, wo einst berühmte Western-Filmkulissen standen. Leider meinte es das Licht heute überhaupt nicht gut mit uns – der Himmel war verhangen und die Sonne liess sich selten blicken.  Ein schönes Fotolicht sieht definitiv anders aus! 

 

Zudem mussten wir die Wolken im Auge behalten. Wenn diese roten Lehmpisten nass werden, hat man mit dem Auto wirklich Probleme. Der Schmodder wirkt dann wie Glatteis oder Schmierseife. 

 

Wir ließen uns nicht entmutigen und fuhren ein Stück weiter auf dem Highway 89. Unser nächstes Ziel war ein ganz besonderer Geheimtipp: Direkt gegenüber dem bekannten Catstair Canyon erstreckt sich ein kleines, unheimlich farbenfrohes Gesteinsgebiet. Einen offiziellen Namen sucht man auf den Karten vergeblich. 

Ich nenne diese namenlose, wellenförmige Felslandschaft für mich privat „Ilka Rocks“. Ich hatte die spektakulären Bilder dieses versteckten Juwels im Reisebericht einer Bekannten namens Ilka entdeckt und wollte es unbedingt mit eigenen Augen sehen.

 

Plötzlich öffnete der Himmel seine Schleusen. Ein kräftiger Regen setzte ein, daher hieß es für uns: zurück zum Auto, bevor wir völlig durchnässt wären. Auch die Piste war hier problemloser, es war nur ein kurzes Stück auf rotem Lehm, auf dem geschotterten Weg war das Fahren auch bei Nässe kein Problem. 
Dass es wieder angefangen hatte zu regnen, war sehr schade. Denn laut google maps in der Satellitenansicht hätte man ein grosses Stück weiterlaufen können. Da gibt es bestimmt das ein oder andere Schätzchen zu entdecken. 

 

Wir steuerten unser Fahrzeug zurück nach Kanab. Erst am späteren Nachmittag hatte das Wetter ein Einsehen und der Regen hörte endlich wieder auf. Wir nutzten die Gunst der Stunde, zogen die Jacken an und liefen noch ein wenig gemütlich durch die Straßen von Kanab, um uns  die Beine zu vertreten. Ein verregneter Tag, der uns aber mal wieder bewies: Man muss  das Wetter nehmen, wie es kommt. Leider konnten wir auch nicht viel anderes unternehmen, die Pisten rund um Kanab sind fast alle ungeteert und bei dem Wetter eben leider kaum befahrbar.