Bighorn Canyon und Devils Garden

Schritt-Rekorde und Farbexplosionen

Der nächste Morgen in Escalante begann voller Wanderlust. Unser Tagesziel war der Bighorn Canyon, ein absoluter Juwel abseits der großen Touristenströme. 
Die Landschaft war so atemberaubend, dass wir vor lauter Schauen, Staunen und Fotografieren prompt die richtige Abzweigung vom Wash in den eigentlichen Canyon verpassten. Ehe wir uns versahen, hatten wir jede Menge unvollgesehene Extra-Schritte auf unserem Konto „generiert“. Als wir es schließlich irgendwann bemerkten und auf den richtigen Weg zurück gingen und in den Canyon (die rechte Abzweigung) einbogen, waren wir sprachlos. Was für ein phantastischer, unglaublich farbenfroher Canyon! Die geschwungenen Sandsteinwände leuchteten in den faszinierendsten Mustern – jeder zusätzliche Schritt im Vorfeld war hier sofort vergessen.

 

Das unerwartete Treffen im Devils Garden

Nachdem wir uns aus dem Canyon zurückgekämpft hatten, saßen wir wieder im Auto auf der staubigen Hole-in-the-Rock Road.

 

Weil es von unserem Standort sowieso nicht mehr weit war, fuhren wir noch spontan die paar Meilen weiter zum Devils Garden – auch hier waren wir 2009 schon einmal.

 

Eigentlich waren wir zu diesem Zeitpunkt schon fix und fertig. Aber vor Ort packte uns doch nochmal die Neugier, und wir drehten eine größere Runde zwischen den skurrilen Hoodoos und Felsbögen.

 

Und dann passierte es. Mitten in dieser bizarren Landschaft stand ich plötzlich vor einer Felsformation, die mir seltsam bekannt vorkam. Die markante Silhouette – das war doch... Donald Trump. Angesichts unserer ursprünglichen Reisemotivation, der Torschlusspanik vor seiner Präsidentschaft, war das natürlich die Ironie des Schicksals schlechthin. Das Foto schoss ich sofort – und es sorgte später in meinem Facebook-Freundeskreis für reichlich Gelächter und Kommentare. 😄

 

Ein  Schritt-Rekord und die perfekte Belohnung

Als wir am Abend endlich wieder am Auto ankamen, traute ich meinen Augen kaum beim Blick auf meine Fitbit-Uhr: 28.280 Schritte standen dort geschrieben – was laut Uhr satten 19,03 Kilometern entsprach! Unsere Beine brannten und der Hunger und Durst war riesig.
Zurück im Ort steuerten wir direkt die Escalante Outfitters an, um diesen Tag gebührend zu feiern. Die Belohnung - für jeden ein einskaltes frisch gezaptes Bier und zusammen eine wagenradgrosse Pizza - war absolut verdient:
Das Essen, die urige Atmosphäre und das kühle Bier waren der absolut perfekte Abschluss für diesen genialen, wenn auch anstrengenden Tag in Escalante.