Lange gehegte Träume und die Traumstraße nach Utah – Von kosmischen Murmeln zu einem atemberaubenden Canyon
Ein neuer Morgen, ein neues Abenteuer – und heute hieß es Abschied nehmen von Flagstaff. Vor uns lag ein Tag, an dem wir endlich ein lang ersehntes Ziel von unserer Liste streichen durften.
Unser erster Stopp führte uns mitten in das Territorium der Navajo-Nation zu den Tuba City
Concretions. Diese bizarren, kugelrunden Gesteinsformationen wollten wir schon seit einer gefühlten Ewigkeit mit eigenen Augen sehen. Die Natur hat hier über Jahrmillionen perfekte,
riesige Steinmurmeln geformt, die wie von Geisterhand in der kargen Landschaft verstreut liegen. Ein absolut faszinierender Anblick und das beste Beispiel für die Wunder, die man entdeckt, wenn
man die ausgetretenen Touristenpfade verlässt.
Danach stand ein Wiederholungsbesuch an: der Coalmine Canyon. Beim letzten Mal hatten
wir hier Pech mit dem Wetter, doch dieses Mal meinte es der Wettergott im Oktober 2024 mehr als gut mit uns. Bei strahlend blauem Himmel und perfektem Sonnenlicht zeigte der Canyon endlich sein
wahres Gesicht:
Die Farben:
Atemberaubende Schichten aus weißem, rosa und tiefschwarzem Gestein.
Die
Formationen: Filigrane Zacken und tiefe Schluchten, die im hellen Licht wie ein Gemälde wirkten.
Das
Gefühl: Komplett alleine am Rand dieses gigantischen Canyons zu stehen, war pure Gänsehaut.
Gepackt von dieser visuellen Reizüberflutung steuerten wir unser Auto weiter Richtung Norden. Und dann kam er – der Moment, den man mit jedem USA-Roadtrip verbindet. Die Straße führte uns vorbei
am weltberühmten Monument Valley. Es ist die Kulisse unzähliger Westernfilme
und fühlt sich jedes Mal an wie das ultimative Symbol von Freiheit und Weite. Dennoch war dieses Mal keine Zeit
für die ikonische Fahrt durchs Valley, aber das war nicht schlimm, durften wir das doch bereits zwei Mal erleben.
Elephant Feet
Elephant Feet auf dem Weg Richtung Monument Valley
Agathla Peak
Monument Valley
Wir liessen es uns nicht nehmen, auch noch einmal beim Mexican Hat Rock anzuhalten. Zweimal haben wir ihn nur von der Strasse aus abgelichtet, heute bogen wir nach rechts auf die
kleine ungeteerte Strasse ab, um ihn einmal etwas mehr aus der Nähe zu sehen.
Da wir schon mal hier waren und auch genügend Zeit war, versuchten wir von einer kleinen Anhöhe links des Hwy 163 einen schönen Blick auf die Raplee Anticline zu werfen.
Kurz vor dem Ort Mexican Hat fuhren wir am Alhambra Rock (leider im Gegenlicht) und einer weiteren für uns namenlosen Formation vorbei, ehe wir endgültig in Blanding ankamen.
Motel:
Bears Ears Inn, war sehr schön und sauber dort. Gutes Frühstück inklusive.