20.05.2010 – Mexican Hat – Moab

Burning House, burning Rocks and a Chicken

Diesen Morgen wollten wir sehr früh starten, denn ich wollte zu einem Ziel, das ich schon lange im Auge hatte und dieses Jahr passte es einfach mit der Strecke. Auf dem Weg dorthin fuhren wir nochmal über den Moki Dugway


und – da wir früh genug loskamen – machten wir auch gleich noch einen Abstecher zum Muley Point. Dort genossen wir ganz alleine in totaler Ruhe und mit relativ klarer Sicht den Blick über die Goosenecks des San Juan River bis zum Monument Valley. Ach – das war so wunderschön, wir konnten uns kaum losreisen.

Wie so oft, begeneten wir auf der Fahrt auch den Genossen hier:

Da wir den Muley Point spontan besuchten und unser Ziel eine Vormittagslocation ist, konnten wir nicht lange bleiben und fuhren weiter Richtung Bluff.

Einige Meilen vor Bluff geht es links in eine kleine Dirtroad ein, dort stellten wir unser Auto ab, trugen uns in die Register-Box ein und liefen den Trail zum Mule Canyon.

Der Trail zieht sich ganz schön – wir dachten schon, wir hätten unser Ziel verpasst oder einfach den falschen Weg erwischt, bis uns ein Amerikaner im Eilschritt entgegenkam, den ich nach unserem Ziel, dem House on Fire, fragte. Gottseidank waren wir richtig, wir waren einfach noch nicht weit genug gelaufen. Der Mann tat mir echt leid, er erzählte uns, dass ihm seine Kamera runtergefallen sei und er sich jetzt schnell seine andere aus dem Auto holen würde. Dem restlichen Equiment nach musst ihm ne ziemlich teure runtergefallen sein....der Arme.

Nach ca. 40 Minuten sahen wir dann unser Ziel schon von weitem: einfach phantastisch. Die Ruins sehen wirklich eindrucksvoll aus.

so sieht es in Natura aus....
so sieht es in Natura aus....

Dummerweise hatte ich mein Stativ nicht mit - daher gelangen mir auch nicht diese Aufnahmen, die man im Netz immer wieder vom House on Fire findet: (dieses Foto ist mit nem Motivprogramm "gefaked"...)

 

so in etwa sieht ne Aufnahme mit Stativ aus...
so in etwa sieht ne Aufnahme mit Stativ aus...

Ausser uns waren noch ein paar ganz wichtig wirkende Amerikaner mit Stativ vor Ort – hier ist es uns zum ersten Mal passiert, dass wir komplett ignoriert wurden – keine Antwort bei der üblichen Begrüssungsfloskel und auch keine beim Verabschieden. Lag vielleicht am fehlenden Stativ, was uns als komplette Laien outete...

Weiter ging es dann auf der 191 Richtung Moab. Dort konnten wir gleich unser Zimmer im Inca Inn beziehen. Wir begrüssten Markus Heimgartner und seinen neuen Manager Jeff, den wir noch vom letzten Jahr kannten und fühlten uns gleich wie zu Hause. Mein Führerschein war mittlerweile auch eingetroffen, mal sehen, wie ich das jetzt mit Alamo regeln kann.

Wir machten uns kurz frisch und steuerten erst mal das Visitor Center an. Eine ältere Dame bediente uns. Wir fragten nach dem Strassenzustand von Mineral Bottom und Kane Spring Road. Uhhhh, no, it's very breezy. Don't drive to Chicken corner, it´s too dangerous, but i'm a chicken, too. Wir beide schauten uns nur an und dachten, was hat die denn genommen??? Fisher Towers Trail, nein geht nicht, da wird grad ein Filmset aufgebaut, Devil's Garden Hike – um Gottes Willen – bloss nicht, im Moment viel zu gefährlich. Sie riet uns quasi von allem ab - Hä??? Wenn es nach ihr gegangen wär, hätte sie uns noch das Flanieren auf Moabs Mainstreet als gefährlich eingeredet....Wir bedankten uns und liessen das erst mal so stehen...

Danach fuhren wir die 128 hoch, wir wollten die Stelle am Colorado finden, wo man so schön die Felsen im Wasser sieht.....hat leider nicht so ganz geklappt, obohl ich so ne schöne Beschreibung von unserem Doc Holliday mithatte. Ich hätte ja noch Geduld gehabt, aber wenn meine bessere Hälfte Hunger hat, geht gar nix mehr....Wenigstens ein paar Sunset-Fotos an der Zufahrt zu den Fisher-Towers konnte ich ihm noch abringen, aber dann ging es schnurstracks zur Brewery. Mit einem Prime Rib für mich, einem New York Steak für den Herrn des Hauses und einem Bierchen liessen wir den Tag ausklingen.

 

Fazit:
Plus: House on Fire bringt einen zu ehrfürchtigem Staunen, Führerschein eingetroffen

Minus: das Chicken vom Visitor Center

Brewery: war ok, aber nicht überragend.

Inca Inn wie gewohnt, etwas älter, aber sehr sauber, selbes Zimmer wie letztes Jahr

Wetter: sonnig, aber windig

 

21.05.2010